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Lancet-Gremium zählt bösartige KI zu Gefahren für die Menschheit
Eine Kommission mit 35 Mitgliedern stuft den Missbrauch von KI, darunter KI-entworfene Biowaffen, und einen Atomkrieg als die beiden Risiken ein, die die Menschheit bis 2100 beenden könnten.
Der böswillige Einsatz von KI und ein Atomkrieg sind die beiden Bedrohungen, die die Menschheit bis 2100 aussterben lassen könnten, so die Lancet-Kommission zu globalen Gesundheitsgefahren im 21. Jahrhundert, über deren Ergebnisse am Sonntag, 11. Oktober 2026, der Guardian berichtete. Von den 17 Gesundheitsgefahren, die ihre 35 Experten bis 2100 abwogen, stehen diese beiden an der Spitze.
Die Kommission hält beides für unwahrscheinlich. Ihr KI-Szenario dreht sich um mit KI hergestellte Biowaffen, das Atomszenario um Ruß aus einem Krieg, der das Sonnenlicht blockiert und Hungersnöte auslöst. Unterhalb davon stehen 15 große katastrophale Bedrohungen, von denen jede mehr als eine Milliarde gesunde Lebensjahre kosten könnte, berichtet der Guardian, darunter der Zusammenbruch des Klimas, antimikrobielle Resistenz, natürliche Pandemien und Kürzungen der Auslandshilfe. Eine Bedrohung kam nur auf die Liste, wenn die Politik sie verringern kann.
Das Ranking zählt behinderungsbereinigte Lebensjahre von 2025 bis 2100, gemessen als Abstand zwischen einem plausiblen besten und schlechtesten Fall je Bedrohung, laut dem World Health Summit in Berlin, wo Co-Vorsitzende Natalia Kanem am Sonntag den Start leitet, gemeinsam ausgerichtet von The Lancet und dem Institute for Health Metrics and Evaluation. Die Kommission kündigt an, die Liste jedes Jahr zu aktualisieren, ergänzt der Guardian.
Der Bericht liefert Gesundheitsministerien ein nach Rang geordnetes, mit Messwerten belegtes Argument, KI-Missbrauch als Thema der öffentlichen Gesundheit zu behandeln.
Quellen
- The Guardian: Nuclear war and malicious use of AI threaten end of humanity by 2100, says Lancet assessment. Geprüft am
- World Health Summit: Launch of the Findings from the Lancet Commission on 21st Century Global Threats to Health. Geprüft am