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KI-News · Suno · KI-Musik und Urheberrecht

Laut Reservoir trainierten Suno und Anthropic KI mit seinen Songs

Der Verlag hinter „Big Yellow Taxi“ und „Ring of Fire“ reichte am 21. Oktober zwei Klagen in den USA ein; gegen Suno macht er 157.5 Millionen $ für 1.050 Songs geltend.

Von Alexandre S. , 00:30 UTC

Reservoir, ein unabhängiger US-Musikverlag, hat am selben Tag zwei KI-Firmen verklagt. Am 21. Oktober 2026 reichte er in Nordkalifornien getrennte Bundesklagen ein: gegen Suno, die App, die aus einem Text-Prompt einen fertigen Song macht, und gegen Anthropic, das Unternehmen hinter Claude. Beide hätten seine Songs kopiert, um ihre Modelle zu trainieren, berichtet Billboard.

Retro-futuristische Illustration: ein gestreifter Sonnenuntergang über einem Gitterhorizont unter einem Sternenhimmel, mit einem Kuppelbau mit Säulen am Horizont.
Illustration von adtestbench nach „Reservoir Sues Suno & Anthropic in Latest Lawsuits Over AI Music“,

Die Klageschrift gegen Suno nennt 1.050 Songs, deren US-Rechte laut Reservoir bei dem Verlag liegen, darunter „Papa Don’t Preach“ von Madonna und „Both Sides Now“ von Joni Mitchell. Multipliziert mit dem gesetzlichen Höchstbetrag von 150.000 $ pro Werk ergibt das 157.5 Millionen $, und zwei weitere Ansprüche nach dem Digital Millennium Copyright Act heben die geltend gemachten Summen über 186 Millionen $, berichtet Music Business Worldwide. Der Verlag wertet Sunos Vereinbarungen mit Warner Music Group, BMG und Believe als Beleg dafür, dass Trainingslizenzen bereits verkauft werden, und fordert, seine Songs aus Sunos Datensätzen und Modellgewichten zu löschen. Außerdem sagt er, zwei Titel, die Suno aus einem Prompt für ein Blues-Stück im Stil von Miles Davis erzeugt habe, seien nicht lizenzierte Ableitungen von dessen Musik.

Ein Anthropic-Sprecher sagte gegenüber Billboard: „Wir widersprechen den Vorwürfen und beabsichtigen, uns in diesem Fall mit Nachdruck zu verteidigen.“ Suno wollte sich nicht äußern.

Suno ist nicht in unserer Datenbank. Von den Audio-Tools, die wir erfassen, untersagt ElevenLabs die Nutzung für Anzeigen im Gratis-Tarif und erlaubt sie in bezahlten Tarifen mit Auflagen, nach Bedingungen vom 9. Oktober 2026 laut unseren Rechtedaten (geprüft am 24. Oktober).

Weil die Klage über die Trainingsdaten hinaus auch zwei von Suno erzeugte Titel betrifft, erfasst sie ebenfalls Outputs; der Suno-Soundtrack einer Marke liegt damit näher an diesem Streit, als die Anzeigenlizenz eines Tarifs allein vermuten lässt.